Academia rei Praeheliotica
Universität > Magister > Rasmus

Rasmus

Rasmus Adastrasus
Rasmus Adastrasus

Rasmus wurde im Jahre 2 nach Helos Aximistilius III. in Pogelsweiler in der Baronie Rebenhain, gelegen im Lande Heligonia, geboren. Seine Eltern, beide gläubige Ogeden, waren Weinhändler mit einem eigenen Weinberg, in dem sie den berühmten "Rebenhainer Nachtrunk" anbauen. Das besondere bei diesem Weine besteht darin, daß seine Trauben in der Zeit zwischen Mitternacht und der dritten Stunde geerntet werden müssen und dies an einem bestimmten Tag, der durch eine besondere Stellung der Gestirne bestimmt wird. Dadurch - so wird behauptet - erlange der Saft aus den Trauben eine besondere Wirkung und Geschmack.

Weil Rasmus des öfteren bei der Lese helfen mußte, begann er, sich näher mit der Bestimmung dieses Tages zu befassen und versuchte auch herauszufinden, was dazu geführt hatte, diesem Tage diese speziellen Auswirkungen zuzuschreiben. Auf diese Art kam Rasmus in Kontakt mit anderen Gelehrten, die er sich erdreistete, bei der Durchreise durch sein heimatliches Dorf anzusprechen und auszufragen. Zum einen erfuhr er dabei recht viel über die Kunde des Kräuterwesens, als auch für ihn recht erstaunliche Dinge über Sagen, Legenden und Mythen, die sich um die Geschichte seines kleinen Heimatlandes rankten. Auch vernahm er der Dinge, die sich wohl über das Verständnis eines normalen Menschen hinaus begaben und ihn sowohl abschreckten, aber auch einen Keim des Interesses in ihm weckten. Dieser Keim, der ihn dazu verleitete, die Dinge immer mehr zu hinterfragen, sollte wachsen und gedeihen und so sein weiteres Leben immer mehr bestimmen.

Später entschloß er sich, das Gut seiner Eltern zu verlassen und in Escandra ein Studium aufzunehmen. Seine Eltern fanden diese Idee zwar nicht gut, wollten den Ideen ihres Sohnes aber nicht im Wege stehen und unterstützten ihn tatkräftig, hatten sie doch erkannt, daß sich bei dem Tun ihres Sohnes wohl auch etwas entwickeln konnte, daß weder ihm noch den anderen zum Schaden gereichen würde, sondern sich auch als nützlich erweisen konnte.

Nach dem Studium kehrte er nicht sofort nach Pogelsweiler zurück, sondern reiste zuerst ein wenig durch Heligonia, um seine Bildung zu vertiefen, doch diese Zeit des Lernens war nur kurz, denn ein Ruf seiner Familie aus der Heimat ereilte ihn, worin ihm mitgeteilt wurde, daß sich ihm die Möglichkeit bieten würde, an dem Hof des Baron Krators von Rebenhain eine Stelle als Hof-Astronom anzutreten.

Wider erwarten gelang es Rasmus, diese Stelle zu erlangen, und seitdem - was wohl auch seinem aufgeschlossenen und wachen Wesen zuzuschreiben war, stieg er in der Achtung des Barons weiter und weiter auf, bis er dann auch die Stelle eines Beraters einnahm, zwar nicht als solcher tituliert, doch gerne von dem Barone selbst als solcher konsultiert.

Da der Baron Neuem sehr aufgeschlossen ist, unterstützt er Rasmus großzügig bei seinen Forschungen, die Rasmus z.T. weit von der Heimat in Rebenhain wegführen.

Bei einer jener Reisen, die ihn nach Escandra führte kam er in Kontakt mit einer Gruppe von Magi, die dem Nexus Corenae angehörten und die gerade im Auftrage des Königs unterwegs waren, um die Geschehnisse um Burg Fhein zu erforschen. Wie es genau zu diesem Kontakt kam, ist schleierhaft, so wurde doch Rasmus eine Botschaft zuteil, er möge sich an einem bestimmten Tage zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Platze einfinden, wo er dann die Gruppe vorfand.

Rasmus schloß sich der Gruppe an und spätestens so wurde der Nexus auf ihn aufmerksam. Rasmus selbst trat auch diesem Orden bei, nachdem ihm vom Nexus daselbst ein Angebot unterbreitet wurde. Seither forscht er um so intensiver und leitet nebenbei noch die Fakultät zur Untersuchung der Bewegung der Gestirne an der Universität zu Escandra.

Nun begann eine Zeit, die ihn in die verschiedensten Gegenden Heligonias führten, wo er sich immer wieder mit tiefgreifenden Ereignissen konfrontiert sah, die ihm deutlich machten, daß sich hinter all dem, was sich in seinem Heimatlande abspielt, wohl eine Macht stehen mußte, die einen bestimmten Plan verfolgt. Ob dieser Plan zum Guten oder zum Schlechten des Königreiches war, das herauszufinden nahm sich Rasmus und einige seiner Gefährten, die er im Laufe seiner Reisen getroffen hatte, an.

Um eine zentrale Stelle zu haben, in der sie ihr Wissen sammeln und auswerten konnten, beschlossen jene Gefährten, eine Academia zu gründen, einen Plan, bei welchem sie durch die Baronin von Tlamana aufs trefflichste unterstützt wurden.
Seither kann Rasmus seinem Namen, der in Heligonia inzwischen in gewissen Kreisen auch ein recht hohes Ansehen genießt, den Titel "Magister Dekanus der Academia rei Praeheliotica, Universität zu Idyllie, Tlamana" hinzufügen.