Academia rei Praeheliotica
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Hannes

Hannes Reichenbach
Hannes Reichenbach

Hannes Reichenbach wurde nach heligonischer Rechnung am 25 Tag der 2. Saakra des Jahres 2 nach Helos Aximistilius III. im Lande Estavol geboren. Der genaue Geburtsort ist der Marktflecken Buchenhain in der gleichnamigen Provinz. Hannes hatte von Kindes Beinen an mit dem Wasser zu tun, denn er war der zweite Sohn des örtlichen Müllers, allerdings interessierte er sich wesentlich mehr für die Mühle selbst als für das Handwerk an sich.

In der Tat machte sich Hannes schon in jungen Jahren immer wieder an der Mühle zu schaffen, oft mit der Folge, dass sie sein Vater wieder gangbar machen musste. Mit zunehmendem Alter jedoch wurden die Umbauten an der Mühle doch zuverlässiger und die Zahl der Fehlschläge nahm langsam aber sicher ab.

Nach mehreren Jahren der Bastelei war denn die Buchenhainer Mühle die leistungsfähigste im Umkreis von 3 Tagesreisen und andere Müller übernahmen einige der Veränderungen. Doch bei manchen dieser Umbauten zeigte sich bei den anderen Müllern keinerlei Wirkung. Der natürlich aufkeimende Vorwurf der Scharlatanerie sollte durch einen reisenden Gelehrten geklärt werden, der einige Monde später durch den Marktflecken kam. Dieser bestätigte prompt, dass eine Reihe von Umbauten so nicht funktionieren durften, es aber trotzdem taten. Als man den Gelehrten dazu drängte, eine Antwort darauf zu geben, war ihm nur ein "die Mühle weiß nicht, dass es nicht gehen dürfte" zu entlocken.

Sei es wie es wollte, als der Gelehrte eine Woche später weiter zog, nahm er Hannes mit, der sich denn auch kurz darauf als Student an der Bergakademie der nördlichen Erzberge wiederfand. In jener zwergischen Einrichtung nördlich der estavolischen Grenze wurde ihm all jenes beigebracht, was die Lehrmeister für nötig hielten.

Mathematik, Mechanik und Bergwesen gehörten ebenso zum Stundenplan wie Kriegsmechanik und ausgiebige Bierproben. Schließlich sollte ja auch der zwergische Charakter der Schule unterstrichen werden, meinten die Magister.

Hannes vertiefte sich besonders in den Bereich der Wasserkunst und schloss nach 6 Jahren ausgiebigen Studiums mit dem Titel "Wissender der Wasserkünste" ab. Jedoch verließ der die Schule nicht, sondern blieb weitere 2 Jahre um zu lehren und zu lernen.

Dann jedoch zog es ihn wieder zurück in die Heimat, wo er eine Werkstatt eröffnete und sich einige Jahre rätlich verdiente. Der Stockdegen des estavolischen Geheimrats Ulf stammt genauso aus seiner Hand wie die schweren Kreuzbögen, die bei der Schlacht von Buchenhain ausländischen Invasoren zurückwarfen.

Das Leben war zu jener Zeit recht angenehm, aber die Arbeit eintönig. Estavol war ein armes Land und so blieben die Arbeiten meist auf Reparaturen und einfachrer Geräte beschränkt. Zudem drohten unruhige Zeiten, denn ein Umbruch im Lande kündigte sich an. Jene, die Jahre zuvor die gierige Fürstenfamilie stürzten, drohten nun selbst zu stürzen. Die Revolution fraß ihre Kinder.

Da kam Hannes durch einen Reisenden eine Nachricht zu Ohren, die günstiger nicht hätte sein können. Es gäbe da ein Land, in dem ein Orden der Mechanik, Ordos Mechanicus geheißen, existieren soll. Nach weiteren Erklärungen lies sich Hannes überreden, den Reisenden, der die Geschichte erzählte in das Land Heligonia zu begleiten.

3 Monde später fand sich Hannes als eingeschriebenes Mitglied der Universität von Tlamana wieder.

Kaum weitere 3 Monde später gewann er mit dem letzten in Estavol entworfenen Apparat, dem Winkelparallelographen, den Erfinderwettbewerb auf dem 5. heligonischen Adelstag.

Von da an arbeitete und lehrte Hannes Reichenbach an der Academia Rei Preheliotica an der Fakultät für Mechanik und brachte während dieser Zeit seine Theorien zu Papier. Es dauerte jedoch noch ein weiteres Jahr, bis er in Betis auf Informationen stieß, die er suchte. Wenige Tage später reiste er zur Oase Gebeh, um im Haupthaus des Ordos Mechanicus vorstellig zu werden....